Vegetarismus

Auf dieser Seite stelle ich die verschiedenen Formen des Vegetarismus vor. Denn selbst unter den Vegetariern gibt es Unterschiede. Allen gemein ist, dass sie auf Fleisch verzichten, sei es aus gesundheitlichen, ethischen oder geschmacklichen Gründen.

Der klassische Vegetarier – auch Ovo-Lakto-Vegetarier genannt – verzichtet in seiner Ernährung auf Fisch und Fleisch. Er isst aber Milchprodukte (Lakto) und Eier (Ovo). Somit verzichtet er auf Produkte, die nicht von lebenden Tieren stammen.

Dann gibt es die drei Variationen: Ovo-Vegetarier, Lakto-Vegetarier und Pescetarier.
Ovo-Vegetarier verzichten neben Fleisch und Fisch auch auf Milch-Produkte.
Lakto-Vegetarier verzichten neben Fleisch und Fisch auch auf Eier.
Pescetarier verzichten zwar auf Fleisch, essen aber Fisch.

Der Flexitarier ist ein Teilzeit-Vegetarier. Überwiegend verzichtet er auf Fleisch und Fisch, meidet es aber nicht ganz so strikt. Wenn es dann mal Fleisch gibt, sollte dieses dann eine wirklich gute Qualität haben.

Der Veganismus ist eine erweiterte Form des Vegetarismus. Der Veganismus schließt neben Fisch und Fleisch alle tierischen Produkte ein. Das heißt: Veganer verzichten zusätzlich auf Eier, Milchprodukte und Honig. Veganer sind sehr darauf bedacht sich rein pflanzlich zu ernähren. Veganismus geht aber auch noch viel weiter, es ist eine regelrechte Lebenseinstellung, die über die Ernährung hinaus geht. Im Bereich Kleidung wird daher auf Leder, Seide und Wolle verzichtet, und auch im Bereich Kosmetik wird auf Produkte verzichtet, die tierische Produkte, wie z.B. Collagen (Strukturprotein aus dem Bindegewebe) und Lanolin (Wollwachs von Schafen) enthalten, oder für die Tierversuche unternommen wurden. Der Veganismus ist also ein sehr weitreichendes Thema und in unserer heutigen Gesellschaft tatsächlich schwer umzusetzen.

Was mich persönlich vom Veganismus abhält und was mich daran nicht überzeugt ist, dass bei einer veganen Ernährung dem Körper kein Vitamin B12 mehr zugeführt wird, da dies nur in tierischen Produkten enthalten ist. Wenn ich also Nahrungsergänzungsmittel benötige, damit ich auch langfristig gut versorgt bin, ist dies keine Ernährungsweise, die mit einfachen natürlichen Lebensmitteln funktioniert und kommt damit für mich nicht dauerhaft in Frage.

Der Frutarismus ist eine noch verschärftere Version des Veganismus, denn hier sollen nicht nur keine Tiere leiden müssen, sondern sollen auch keine Pflanzen sterben müssen. Das bedeutet, dass neben dem Verzicht auf sämtliche tierische Produkte auch auf sämtliche Wurzelgemüse, wie Kartoffeln, Möhren, andere Rüben, Radiesschen, Zwiebeln und auch Blattgemüse, wie Salate und Kohl verzichtet wird, da die Pflanze nach der Ernte nicht weiterlebt.

Was können Frutarier also noch essen? Es bleibt Obst, Nüsse, Samen und einige Gemüsesorten, wie Tomaten, Kürbis, Zucchini, Gurken, Paprika etc., eben alles, was einfach von einer Pflanze abgepflückt werden kann ohne sie zu zerstören.

Nach der Getreideernte, lebt die Pflanze zwar nicht weiter, aber das würde sie auch ohne die Ernte nicht tun und daher ist auch Getreide für Frutarier essbar.

Auch der Frutarismus geht in anderen Lebensbereichen weiter, sodass z.B. keine Möbel aus Holz, für das Bäume extra gefällt wurden, gekauft werden. 

Diese Ernährungsweise schränkt den Speiseplan noch weiter ein als der Veganismus. Damit müssen Frutarier noch gezielter darauf achten, dass sie mit allen lebensnotwendigen Nährstoffen gut versorgt sind und ggf. supplementieren.

 

http://www.fr.de/wissen/gesundheit/von-ovo-lakto-bis-zum-pescetarier-die-verschiedenen-arten-des-fleischlosen-essens-a-549997

http://www.vegan.eu

http://eatsmarter.de/ernaehrung/news/frutarier