Cheatday

Es ist Herbst. Es ist kalt. Es ist verregnet. Es ist gemütlich abends vor dem Fernseher (bzw. vor dem Laptop mit netflix) zu sitzen und noch etwas zu naschen.

In den letzten Wochen gab es sehr viele „Ausnahmen“ vom gesunden Essen. Selbst wenn ich mir tagsüber alle Mühe gegeben habe, dass wir möglichst zucker- und getreidefrei essen können, gab es abends viel zu viel Süßes. Doch warum ist das so?
Antwort meines Mannes: „Es ist halt da. Was da ist, wird gegessen.“

Das ist eine Einstellung, die ich bis heute nicht nachvollziehen kann.
Wenn ich mir montags beim Einkauf etwas Süßes mitbringe, das für mich die Woche reichen soll, freu ich mich darauf jeden Tag ein bisschen davon essen zu können.
Doch sobald mein Mann dies entdeckt, ist es alle. Noch an dem Abend! Da ticken wir beide wirklich sehr unterschiedlich. Ich kann auch locker eine angefangene Schoki- oder Kekspackung wieder zurückstellen, bei ihm ist sie gleich alle! Das ist echt frustrierend!

Früher, … naja eher auch noch Anfang letzten Jahres, lebten wir gut und gern mit dem Konzept des Cheatdays. Das heißt, es gab einen Schlemmertag pro Woche, an dem alles erlaubt war! Und an den anderen 6 Tagen wurde sich zusammengerissen und gesund gegessen. In der Zeit ist es mir auch sehr leicht gefallen mich täglich gesund zu ernähren und hab mir jeden Tag ausgemalt, was ich am Cheatday gern alles essen möchte. Dann sind wir (meist) samstags los und haben ganz viele Leckereien eingekauft und uns riesig drauf gefreut. Das war herrlich 🤗

Doch irgendwie ist es etwas eingeschlafen. Es wurde doch wieder an mehreren Tagen genascht, aus einem Cheatday wurden mehr und mehr Cheat-„Mahlzeiten“ und dieses Jahr mit der Paleo-Zeit sollte es nicht einmal mehr den Cheatday geben. Das hat uns nicht so richtig gut getan. Jedenfalls nicht auf Dauer.

Doch nun wollen wir diesen Cheatday wieder aufleben lassen. Ziel ist es, dass man sich wirklich gesund ernährt und den Versuchungen des Alltags widersteht. Und alles, worauf man dann doch nicht ganz verzichten möchte, isst man dann am Cheatday. Man muss es ja auch dann nicht übertreiben und essen bis einem schlecht ist, aber man kann ohne schlechtes Gewissen genießen, worauf man Lust hat. Also mal nicht das Müsli zum Frühstück, sondern das Nutella-Brötchen, Kuchen am Nachmittag, Pizza zum Mittag und Naschereien am Abend. Einfach das, worauf man Lust hat!

Gibt es Geburtstage, Familienfeiern oder andere Feiern, versuchen wir natürlich den wöchentlichen Cheatday auf diesen Tag zu legen. Da ich morgen wieder anfange zu arbeiten, ist der Alltag wieder da, ich nicht mehr täglich zu Hause. Vielleicht eine gute Voraussetzung zu einem solchen Neustart. Ich wünsche mir sehr, dass das wieder funktioniert!

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